17.07.2017

170714 Schleiz Nachlese, Bombenstimmung!





Heute ist Montag, der 17.7.2017. Langsam komme ich wieder „runter“ von der Anspannung der letzten vier Tage und zum Teil auch der Wochen der Vorbereitung vorher.

Wir, der VFV mit DHM und GLPpro wollten in Schleiz unser grosses Motorsport-Sommerfest feiern. 
Die Erstauflage dafür fand 2016 auf der traditionsreichen Rennstrecke „Schleizer Dreieck“ statt. 
Wir nannten sie 1. VFV-Oldtimer GP „Freddy Kottulinsky Revival“. 

Dies sollte erinnern an den grossen Sohn der Stadt Schleiz, der in den 1960er bis 80er Jahren mit seinen motorsportlichen Erfolgen zigtausende Zuschauer an die Rennstrecke lockte. Geliebt wurde er auch, weil er sich bei einem Rennen in ein Mädchen aus dem Ort verliebt hatte und sie auch bald heiratete. Und, weil er ein toller Sportsmann „zum Anfassen“ war.

Zu DDR-Zeiten war das Schleizer Dreieck im Motorsportkalender des Ostblocks eine feste Nummer. Die Rennen für Motorräder, Tourenwagen und Formelwagen waren legendär, ebenso die Stimmung unter den Zuschauern und auch im Fahrerlager. Viele der Kämpen dieser Tage nutzen auch heute die Gelegenheit, sich hier wiederzutreffen. Viele bringen ihre Rennfahrzeuge von damals mit und freuen sich, sie im Rahmen unserer Veranstaltung präsentieren zu können.
Und es soll keiner glauben, dass da eine Horde alter Zausel da langsam im Kreis herumzuckelt!

Nein, da wird gefahren, als wäre die Zeit stehengeblieben. Allerdings Fahren mit der Abgeklärtheit des Alters- also ohne tierischen Ernst und ohne den unbedingten Siegeswillen vergangener Tage. Mehr zählt es, das Fahrzeug in gutem Zustand zu erhalten. Für das nächste Jahr genauso wie für die Nachwelt!

2016 war also ein Anfang. Oder, aus anderem Blickwinkel, der Probegalopp für hoffentlich weitere Veranstaltungen in den Folgejahren. 
Rund um die Vorbereitungen dafür gab es viel abzusprechen mit Bürgermeister, Betreibergesellschaft, der örtlichen Presse, dem Fernsehen usw. Viele, viele mussten gefragt werden, ihre Einwilligung für dies und das geben, manche mit leichtem Druck- auch harte Nüsse waren zu knacken.
Aber wir alle Beteiligten zusammen haben es geschafft und von 0 auf 100 eine schon ganz gute Veranstaltung auf die Beine gestellt. 
Leider war das Wetter eher gruselig und zog nur wenige Zuschauer unter Regenschirmen an die Strecke.
Aber alles andere stimmte. Besonders erfreute die Superstimmung unter den vielen Teilnehmern, obwohl wir Auto-Piloten nicht gezeitet fahren durften- wohl aber im Rahmen von „Präsentationen“.
Dabei ist es geblieben.

2017 wurde nun alles noch besser, noch schöner, noch grösser mit noch viel mehr Teilnehmern und mindestens der gleichen Begeisterung wie im Vorjahr. Und das Wetter spielte mit! Wunderbare Mischung von leichten Quellwolken und Sonne mit nur ganz seltenen kurzen Regenschauern sorgte für gute Laune unter Fahrern wie Begleitern als auch Zuschauern. Nicht zu heiss- die Motoren dankten es.

Ein Riesenstarterfeld von 200 Wagen und 400 Motorrädern aus allen Teilen Deutschlands und auch den angrenzenden Ländern präsentierte einen grossen Überblick über die Entwicklung der Rennfahrzeuge vor und nach dem Krieg.
Entwicklung hauptsächlich der Technik, die Privatfahrern zur Verfügung stand. Und gerade diese bewiesen ein beeindruckendes Mass an Kreativität, wenn es darum ging, hier und da nochmal ein paar PS zusätzlich zu finden.
Viele dieser tollen Konstruktionen fanden sich bei unserer Veranstaltung zum Stelldichein zusammen. 

Dieses Jahr haben wir erstmals einen 75 min Lauf durchgeführt und „Langstrecke“ genannt (statt ansonsten ca. 20 min).
Die Idee wurde von den Fahrern begeistert aufgenommen und ein grosses Starterfeld war die Belohnung.
Auch die Taxifahrten (Zuschauer fahren drei Runden im Rennauto mit) gegen Mittag hinterliessen grosses Interesse und Begeisterung. Immer wieder waren Worte zu hören wie: „In getunten Autos sind wir ja schon mal mitgefahren. Aber hier in einem richtigen Rennwagen geht es ja total krass ab“. Danke für das Kompliment, so isses!


Im Vorfeld taten sich ganz besonders einige Charakterköpfe aus der Region hervor, die ich hier doch erwähnen möchte:

Der unermüdlich im Hintergrund organisierende Roland Wetzel, ein Sympath erster Ordnung, zusammen mit den Presseköpfen Jürgen Müller und Wolfgang Grimm, die im Team viel Werbung in den Medien machten, ein fantastisches Programmheft erstellten und vor Ort im besten Sinne für gute PR sorgten. „Gut“ heisst, uns alle so zu präsentieren, dass wir auch für das nächste Jahr gern gesehene Gäste der Stadt Schleiz und der Region sein werden.
Dank auch den Berichterstattern von MDR, Antenne Thüringen und Vogtland Radio.

Nicht zu vergessen die vielen Zuarbeiter, ohne die eine solche Grossveranstaltung nicht möglich wäre.
Von der Rennleitung zum Streckensprecher zu den Streckenposten, der Feuerwehr, den Ordnern im Fahrerlager, beim Vorstart. Und- ja, auch das ist wichtig, die, die für Sauberkeit sorgten. Für saubere Toiletten und Duschen.
Es sind auch viele Kleinigkeiten wie diese, die für ein gutes Gesamtbild entscheidend sind!

Mit aller Bescheidenheit möchte ich aber auch unser O-Team um Felix Vaillant und Wolfgang Ziegler für die Wagen und 
Wolfgang Schmidt für die Motorräder nennen. O steht für Organisation und ohne die geht’s nicht!
Ob sie oder das Nennbüro oder die technische Abnahme oder der Rennleiter- alle haben ihren Anteil an unserem gemeinsamen Erfolg.
Auch ihnen unseren Dank dafür, dass sie für die vielen kleinen und grossen Anfragen, Problemchen und Probleme immer ein Lösung gefunden haben. Ständig mit dem Telefon am Ohr, von morgens bis abends …

Na? Und was habe ich noch nicht erwähnt? Das grosse Festzelt für alle!
Dieses Jahr noch grösser als im Vorjahr war ab 6 Uhr morgens Frühstück zu haben, mittags etwas Warmes und abends erst recht ordentliches Essen der Art, wie sie Rennfahrer gern haben. Zu zivilen Preisen.

Mich hat es besonders gefreut, zu allen Zeiten Gruppen von Menschen zusammensitzen zu sehen, die sich über ein gemeinsames Hobby gefunden haben und hier ihr Fest auf ihre Weise gefeiert haben. 
Im Zelt, im Biergarten und eigentlich überall im Fahrerlager.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt für den Zusammenhalt unter uns Freunden des historischen Rennsports!


Zuletzt: Euer alex2stroke hat genügend Fotos und Filmschnipsel zusammen, um daraus wieder einen youtube-Film zu machen. Bitte gebt mir noch etwas Zeit …




27.06.2017

SCHLEIZ steht vor der Tür!

Zur Erinnerung an Schleiz im letzten Jahr:


Schleiz wurde unser Sommermärchen!

„Freddy Kottulinsky Revival“ auf dem Schleizer Dreieck, 22.-24. Juli 2016

Der VFV trat als Veranstalter auf mit seinen zwei, drei- und vierrädrigen Fahrzeugen. Also DHM und GLPpro. Nach langen Vorbereitungen gelang es uns, nach Jahren wieder einmal auch Autos auf die berühmte Rennstrecke zu bringen. Wobei nur die Motorräder gezeitete Läufe fahren durften. 

Warum dann überhaupt dahin fahren?

Nun, es gibt wohl keinen, der im nächsten Jahr nicht wiederkommt! Und sicher werden sich die Teilnehmerzahlen deutlich erhöhen- denn es spricht sich herum: so eine tolle Strecke sucht seinesgleichen! 
Organisation prima, nur nette Leute, Fahrerlager trocken auf Beton, Duschen und Toiletten in Ordnung.
Ein Festzelt mit Essen drinnen und draussen (sogar ein Frühstück ab 6 h wurde angeboten) wurde gerne benutzt. Dazu auch Stände an der Strecke und einer neben unserem Wagen-Fahrerlager. Tolle Berichterstattung in den Medien (Presse, Radio, TV) dank sehr engagierter Journalisten aus der Region.
Das Programmheft aufgrund seiner aufwendigen Grafik ein wahres Sammlerstück mit viel Information zur Strecke, auch zu Freddy Kottulinsky, dem dort sehr bekannten Rennfahrer der 60er und frühen 70er Jahre.

Wir werden uns bemühen, auch im nächsten Jahr hier wieder eine Veranstaltung zu organisieren, denn es war ein tolles Wochenende!

Die Einzelheiten

Die 3,8 km lange Strecke ist eine wahre Berg- und Talbahn mit schnellen und langsamen, auch fiesen Kurven, eingebettet in eine schöne, mittelgebirgsartige Landschaft mit Blick in die Weite. Manche der Kurven hängen kaum merklich, manche auch mehr- in jedem Fall müssen die Fahrer sehr bedacht an diese Strecke herangehen. Eine schnelle Bergabpassage wird umso schwieriger, je schneller man unterwegs ist.
Das Briefing unserer Fahrer fiel dementsprechend gründlich aus und wurde damit belohnt, dass es keine Unfälle gab. Bravo an alle!

Angemeldet waren 122 GLPpro-Fahrzeuge und dazu noch Sonderläufe des Trabant RS-Cup mit 40 Teilnehmern. Viele Fahrzeuge aus dem Osten, ausnahmslos in tollem Zustand, hatten sich mit der West-Meute gemischt. Wartburg, Trabi, Melkus und div. Formelwagen aus den Jahren bis 1990 waren dabei und konnten sich im besten Licht präsentieren.
Über Mittag konnten angereiste Oldtimerbesitzer ihre „Schätzchen“ in Form eines Korsos über die Piste bewegen, sicherlich für die Teilnehmer ein schönes Erlebnis!

Insgesamt hatten wir fünf Stints zum Fahren a 25 min. Wo haben wir das sonst?
Dazu kamen noch Extraminuten für unsere „Taxifahrer“, die einen Beifahrersitz eingebaut hatten, um Besucher gegen einen kleinen Obulus nach der Mittagspause im Renntempo um den Ring zu fahren.
In der Summe konnten wir dafür dem örtlichen Kindergarten 1200 € übergeben!
Abends durften wir länger feiern und wachbleiben- am Folgetag waren wir erst nach der Mittagspause dran.

Vom Wetter her erst einmal ok am Freitag. Samstag Regen satt. Ein Hammer, wie schnell die Erfahrenen unter uns mit Regenreifen selbst da unterwegs waren. Die Gischt flog meterhoch, besonders bei den Formelwagen. Sonntag dann wieder eher durchwachsen.

>>> Der Bericht auf unserer Homepage beim VFV stellt die Umstände sehr treffend dar <<<

Viele Fotos hat Alexandra Saldow (fotohuhn) gemacht. Eigentlich sollte jeder Teilnehmer dabei vorkommen. Den Link dazu findet Ihr in einem gesonderten Post hier im Blog. 
Ob ich demnächst noch ein Filmchen aus meinen iPhone-Schnipseln an der Strecke zusammenbekomme, lasse ich mal noch offen. Wenn ja, kommt es bei youtube rein.

Resumee: tolle Veranstaltung, unbedingt im nächsten Jahr dabei sein!


alex2stroke

04.05.2017

Netter Bericht über uns und die Sieger von Hockenheim

Einfach hier auf die Zeile klicken:

auto-rennsport.de Bericht Hockenheim 27./28.4.17

DMSB Wahlen Info

Wir sollten da mitmischen!
GLP ist bei denen noch eher uninteressant.
Wenn wir verhindern wollen, dass über unsere Wünsche hinweg bestimmt wird,
müssen wir unsere Stimme erheben!

Wolfgang Ziegler und Felix Vaillant haben es schon so schwer genug, unsere Auflagen in Sachen Technik und dazu auch in Sachen Nenngelder akzeptabel zu halten. Daher sollten wir sie bei dieser Wahl unterstützen. Hier die Regularien:





15.04.2017

Hockenheim 26./27. April 2017, Zeitplan Stand 25.4.17

Bitte beachten:

Wir fahren nur
DONNERSTAG und FREITAG!

Extra am Freitagabend in Box 1:
Zusammensitzen und Plausch 
mit Freibier und Fleischkäse!